Zur Startseite
Herzlich willkommen bei my Coffee-Shop

Startseite | AGB | Datenschutz | Widerrufsrecht & -formular | Versandinformationen | Impressum
Produktsuche


Zubereitung des Kaffees

Die sinnliche Wahrnehmung

Einen entscheidenden Einfluss auf die Geschmacksentfaltung, und damit auf die sinnliche Wahrnehmung, bewirkt neben den Qualitäten von Wasser, Roh-und Röstkaffee insbesondere die Art, wie ein Kaffee zubereitet wird. Derselbe Kaffee jeweils in der Filter-maschine, in der Bodum-Kanne oder in einem Vollautomaten zubereitet kann (und wird!) so unterschiedlich schmecken, daβer nur schwerlich noch als der gleiche Kaffee zu identifizieren ist. Aber auch der gleiche Kaffee z.B. in unterschiedlichen Vollautomaten gebrüht führt zu einemsehr breit gefächerten Geschmackserlebnis. Und wenn dann noch, wie es unserer Erfahrung zufolge leider in vielen Haushalten der Fall ist, der Vollautomat nicht optimal eingestellt ist, der Kaffee für die Filtermaschine zu fein oder zu grob gewählt wurde oder das Brühwasser zu heiβ ist, dann … muβ leider mit dem Schlimmsten gerechnet werden.
Anhand welcher Kriterien aber lassen sich die qualitativen Unterschiede eines Kaffees erkennen? Für den Kaffee sind dies im wesentlichen, wie übrigens bei allen Getränken, 4 Faktoren: Aroma, Säure, Körperund Geschmack.

Aroma

Aroma ist all das, was wir nasal oder retronasal mit unserem Geruchssinn wahrnehmen. Nasal umfasst dabei alles, was wir von auβen durch die Nase riechen. Von retronasal spricht man, wenn der Kaffee (oder ein anderes Lebensmittel) sich im Mund befindet oder geschluckt wird, und die dabei frei werdenden flüchtigen Aromastoffe quasi von hinten in die Nasengänge aufsteigen.
Subtile Nuancen wie “blumig” „fruchtig” etc. sind weitgehend Kennzeichen des Aromas eines Kaffees. Ohne die Wahrnehmung des Aromas wären unsere einzigen Geschmacksempfindungen süß, sauer, salzigbitter, für die unsere Zunge zuständig ist.
Wie wichtig das Aroma bei der Beurteilung eines Kaffees ist, läβt sich ganz einfach, aber eindrücklich demonstrieren: Nehmen Sie einen Schluck Kaffee zu sich, bewegen Sie ihn für einige Sekunden im gesamten Mundraum, versuchen Sie das Aroma wahrzunehmen und schlucken den Kaffee; danach machen Sie das gleiche mit zugehaltener Nase, danach wieder mit geöffneter Nase. Erkennen Sie den Unterschied?

Säure

Über kaum einen anderen Aspekt beim Kaffee gibt es mehr Miβverständnisse als über die Säure . Dabei könnte man sie als „die Seele“dieses Getränks bezeichnen. Die Säure, oder präziser, die Summe aller Säuren (R.J. Clarke listet in „The flavour in coffee“, 1986, 48 verschieden Säuren auf), ist das wichtigste Kriterium, wenn es um die Bewertung der Qualität und die Festlegung des Preises geht. Die teuersten Kaffees der Welt (von Extremen wie „Jamaica Blue Mountain“, der durch geschicktes Marketing aufgewertet wurde, Kuriositäten wie „Kopi Luwak“, dem sog. „Schleichkatzenkaffee“oder Kaffees aus Neuguinea in teuren Holzschatullen u.ä. einmal abgesehen) sind immer auch die säurehaltigsten. Solche Kaffees kommen vorwiegend aus Ostafrika und Mittelamerika. Im Gegensatz zu diesen vorzugsweise in groβer Höhe und auf vulkanischen Böden wachsenden Arabicas sind die in niedrigeren Höhen wachsenden Arabicas, besonders aber die in der Regel noch niedriger wachsenden Robustas deutlich säureärmer und dementsprechend billiger.

Es gibt also eine enge Beziehung zwischen der sich im Preis ausdrückenden Qualität und dem Säuregehalt eines Kaffees. Der Säuregehalt wird aber nicht allein durch die Wachstumsbedingungen beeinflusst, sondern ganz entscheidend durch die Verarbeitungsform des Kaffees direkt nach der Ernte. Der Säuregehalt eines Kaffees ist nämlich bei der gewaschenen Verarbeitung deutlich höher als bei der (Sonnen-)Tocknung. Dies hängt, so hat es den Anschein, damit zusammen, daβ im Vergleich zum Waschen der ‚Körper’beim (Sonnen-)Trocknen zunimmt und die Säuren stärker überdeckt.
Daβ viele Verbraucher heute dem Säureaspekt skeptisch gegenüberstehen ist vornehmlich der den Markt dominierenden industriellen Kurzzeitröstung zu verdanken. Dabei werden die Säuren, vor allem die Chlorogensäure, nur unzureichend abgebaut, was zwangsläufig den Magen belastet.

So paradox es klingt: Die Säuren machen einerseits, geschmacklich gesehen, den Wert eines Kaffees aus, müssen andererseits aber, der besseren Verträglichkeit wegen, herausgeröstet werden. Es liegt nun ausschlieβlich in der Hand des Rösters, ob er genau den Punkt finden möchte, bei dem die sog. „feinen“Säuren bis zu einem bestimmten Grad noch erhalten bleiben, die sich negativ auswirkenden Säuren, speziell die Chlorogensäure, aber schon herausgeröstet sind -oder eben nicht. Das Rösten ist diesbezüglich eine sehr diffizile Angelegenheit, und jeder Röster hat hier seine ganz eigenen Vorstellungen.

Eines hingegen ist klar: Je kürzer die Röstdauer, desto niedriger die Kosten und desto günstiger der Kaffee -aber um so gröβer die Magenbeschwerden! Wie komplex das Rösten tatsächlich ist und wie viele Manipulationsmöglichkeiten es (auch schon im Vorfeld bei der sog. „Veredelung“) gibt, zeigt allein schon die Tatsache, daβ bei extrem kurzen Röstzeiten (60 -120 sec.) eine „Geschmackstransformation“ herbeigeführt wird, die bei billigen, geschmacklosen Kaffees eine höhere Säure, einen angnehmeren Geschmack und einen gröβeren Körper lediglich vortäuscht! Diese Tatsache ist schon lange bekannt, und besonders in den USA, aber leider nicht nur dort, wird reichlich Gebrauch davon gemacht. Auf diese Weise kann ein qualitativ schlechter Kaffee (pseudo-) aufgewertet werden, ohne daβ der Verbraucher etwas davon merkt. Aber dies sei hier nur am Rande erwähnt.

Beim Trinken spüren Sie die Säure als Trockenheit an den Rändern Ihrer Zunge. Ist Ihr Kaffee zu säurearm, schmeckt er flach, das scharfe, klare, helle Vibrieren fehlt ihm dann. Wird ein Kaffee als sauer empfunden, dann ist er quasi „übersäuert“. Das muss nun aber nicht (nur) mit dem Rösten oder der verwendeten Kaffeevarietät zusammenhängen, es kann auch durch die Art der Zubereitung u./o. durch Zubereitungsfehler verursacht worden sein. Um das Säureempfinden ein wenig zu trainieren, können Sie, sofern Sie ein Faible dafür haben, verschiedene unterschiedlich säurebetonte Weine oder verschieden Obst-und Fruchtsäfte verkosten und miteinander vergleichen.

Körper

Körper ist das Gefühl, das der Kaffee im Mund erzeugt. Er läβt sich am einfachsten bestimmen, wenn Sie den Kaffee ein wenig auf der Zunge ruhen lassen oder mit der Zunge nach oben gegen den Gaumen drücken. Der Körper wird mit dünn, leicht und schwer beschrieben, aber auch Begriffe wie ‚mittlerer’ oder ‚schöner’ Körper finden Verwendung. Verursacht wird das „Körpergefühl“ durch die im Kaffeepulver enthaltenen Öle. Die Viskosität, also die Zäh-oder Dickflüssigkeit, ist dagegen ein Resultat der in der Flüssigkeit enthaltenen Proteine und Schwebestoffe.
Wie unterschiedlich die Körper eines Getränkes sein können, lässt sich an Hand eines ganz einfachen Beispiels zeigen: Nehmen Sie abwechselnd einen Schluck Wasser und einen Schluck Vollmilch oder Sahne in den Mund. Besser kann man die Unterschiede kaum demonstrieren.
Ob eine Kaffee einen dünnen, leichten oder schweren Körper hat, hängt auch davon ab, wie lange ein Kaffee geröstet wurde: Dunkel geröstete Kaffees haben einen schwereren Körper als leicht geröstete; sie sind dafür allerdings, wie wir wissen, säureärmer. Aber auch die Herkunft der Kaffees spielt eine Rolle. So kann man z.B. ganz allgemein sagen, dass indonesische Kaffees schwerer im Körper sind als ostafrikanische oder südamerikanische, dass diese dafür aber eine höhere Säure aufweisen.

Abgang (Aftertaste)

Der Abgang ist das, was nach dem Schlucken des Kaffees empfunden wird. Spucken Sie also beim letzten Durchgang Ihrer letzten Verkostungsrunde den Kaffee nicht aus, sondern schlucken sie ihn und beobachten und vergleichen Sie, welche der zuvor wahrgenommenen und notierten Charakteristika wie lange bestehen bleiben. Es kommt hierbei nicht auf das Zählen von Sekunden an, sondern auf Ihre Empfindung, welcher Kaffee wie lange in Relation zu den anderen geschmacklich „haften“ bleibt.
Bei hochwertigen oder sog. Gourmetkaffees kommt es unserers Erachtens nicht darauf an, dass ein Kaffee einen kurzen, „wuchtigen“ Abgang hat (der sehr schnell als langweilig empfunden wird), sondern vielmehr einen kaum wahrnehmbaren, „endlos“langen, verführerischen, der das Verlangen stimuliert, diesen Kaffee immer und immer wieder haben zu müssen. Der Abgang eines guten Kaffees muβ Begehrlichkeiten wecken, oder, wie wir gerne sagen, er muβ eine „elegante Raffinesse mit Suchtpotential“ besitzen.

.

Der perfekte Kaffee – Kaffeezubereitung

Anders als bei Wein oder einem Fruchtsaft erfordert die Zubereitung eines guten Kaffees einiges an Wissen über die Qualität des Wassers, den Mahlgrad, die Wassertemperatur, die Art der Aufbewahrung und vieles andere mehr.Und welche geschmacklichen Unterschiede gibt es bei all den verschiedenen Zubereitungsmethoden, vom Filterkaffee über die Presskanne bis hin zum Kaffee Vollautomaten oder der Verwendung von Kaffee-Pads?

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen hilfreiche Tipps für die Zubereitung eines perfekten Kaffees geben: Allgemeine Tipps von uns selbst, und spezifische Tipps für unsere Maskal-Kaffees von Barista Champion Thomas Schiessl, der all unsere Kaffees testet. Übrigens, verpassen Sie auch nicht unseren Weblog-Eintrag zum Thema Kaffee-Zubereitung.

Eine kleine Anleitung zum Glücklichsein

Kaffee ist in der Zubereitung sicher das komplizierteste aller Getränke. Durch kleinste Fehler kann selbst der „beste Kaffee der Welt” (sofern es ihn gäbe) innerhalb von Sekunden ruiniert werden. Und dabei besteht diese köstliche Getränk lediglich aus zwei Komponenten: Wasser und Kaffeepulver!
Ich möchte deshalb einleitend einige Zeilen dem Wasser, dem mengenmäßigen Hauptbestandteil jeder Tasse Kaffee widmen. Es folgen kurze Anmerkungen über Rohkaffee und Röstkaffee sowie darüber, was wir bei einer Tasse Kaffee alles sinnlich wahrnehmen können. Zuletzt erläutere ich die grundlegend wichtigen Aspekte der Zubereitung, die in ihrem komplexen Zusammenspiel das Geheimnis einer perfekten Tasse Kaffee ausmachen.

Das Wasser

Ideales Kaffeewasser sollte weder zu weich noch zu hart sein (8 -12 °dH) , mit einem pH-Wert möglichst im neutralen Bereich (pH 6,5 -pH 7,5, ideal: pH 7).
Das Wasser hat auf Aroma und Geschmack einen weitaus gröβeren Einfluss, als allgemein bekannt ist. Es sind hierbei nicht allein die leicht messbaren Faktoren wie die Wasserhärte und der ph-Wert, es sind auch die im Wasser in unterschiedlichen Konzentrationen ent-haltenen zahlreichen chemischen Substanzen (Mineralien), Chlorierungen, das Material der jeweiligen Wasserleitungen oder die Dauer, die das Wasser vor der Nutzung in den Leitungen stand, die einen Einfluβauf Geschmack und Aroma haben können. So kann der gleiche Kaffee bei gleichen meβbaren Wasserwerten und identischer Zubereitung auf Grund der anderen Faktoren deutlich unterschiedlich schmecken; und bei der Nutzung von ein Mal sehr weichem und ein Mal sehr hartem Wasser kann es passieren, daβein Kaffee nur noch von geübten Verkostern als ein und derselbe zu identifizieren ist.

.

Die wichtigsten Kriterien der Kaffee-Zubereitung

Wir beschreiben in der Folge die grundlegenden Aspekte der Kaffeezubereitung, weitgehend unabhängig von den vielen verschiedenen Zubereitungsarten, die es mittlerweile gibt. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte -und der Verwendung eines guten Röstkaffees und eines guten Wassers -, sollte das Resultat immer ein wohlschmeckender, perfekter Kaffee sein.
Im einzelnen sind dies:

  • Der Mahlgrad
  • Die Kontaktzeit des Pulvers mit dem Wasser
  • Die Wassertemperatur
  • Das Wasser
  • Das Mengenverhältnis Kaffeepulver -Wasser
  • Die Aufbewahrung des Röstkaffees

Der Mahlgrad

Es lässt sich generell sagen: Je feiner ein Kaffee gemahlen ist, desto höher ist die Extraktion der im Kaffeepulver enthaltenen Substanzen! Ist das Pulver für eine entsprechende Zubereitungsart jedoch zu fein gemahlen, dann quillt das Pulver u.U. auf, klebt zusammen, und das durch das Pulver fließende Wasser kann nicht mehr ausreichend Geschmacksstoffe herauslösen.
Bei Filterkaffee können die Poren verstopfen und das Wasser am Durchdringen des Filterpapiers gehindert werden.
Dagegen hat zu grob gemahlenes Pulver eine zu geringe Gesamtoberfläche, was ebenfalls ein ausreichendes Herauslösen der Geschmackstoffe verhindert; hinzu kommt, das Wasser zu schnell durch die Pulvermenge hindurchfließt und die Herauslösung der Geschmackstoffe zusätzlich minimiert wird.

Handfilter und Kaffeemaschine: mittlerer Mahlgrad
Bodum-Kanne: grob
Aufguß ohne Filter: grob
Vollautomat: mittel (ist aber je nach Maschinentyp und -marke ggf. zu verändern)

Die Kontaktzeit des Pulvers mit dem Wasser

Bei zu kurzer Kontakt-oder „Ziehzeit“ist der Kaffee „zu dünn“,bei zu langer wird er durch die Überextraktion bitter und die Aromastoffe verflüchtigen sich weitgehend (dann riecht es in der Küche zwar wunderbar nach Kaffee, aber der Kaffeegeschmack hat deutlich an Qualität verloren).

Bei Filterkaffee geschieht beim Aufgießen des Wassers folgendes:
An der Oberfläche eines Kaffeepulverpartikels haften feinste Teilchen der durch das Mahlen zerstörten Zellstrukturen der Bohnen. Trifft das heiße Wasser (92° -96°C) auf das Pulver, werden zunächst diese Feinteilchen weggespült. Danach saugen sich die Partikel voll mit Wasser und quellen auf, und durch das Herauslösen der wasserlöslichen Bestandteile entsteht in den Partikeln eine hochkonzentrierte Kaffeelösung.
Bedingt durch das Konzentrationsgefälle zwischen der Kaffeelösung und dem nachfließenden Wasser reichert sich das Wasser mit den löslichen Substanzen an. Es entsteht Kaffee.
Wichtig ist beim Aufgießen, dass Sie das Kaffeepulver zunächst nur leicht benetzen, damit die Feinteilchen abgeschwemmt werden und die Pulverpartikel aufquellen können. Füllen Sie nach ca. 30 -40 Sekunden den Filter möglichst rasch in kreisender Bewegung komplett auf Zubereitung und warten Sie, bis das Wasser vollständig durch den Filter gelaufen ist. Danach wiederholen Sie den Vorgang, bis die entsprechende Wassermenge durchgelaufen ist.

Die Kaffeemaschine hat zwar den Vorteil, dass sie äußert einfach zu bedienen ist, hat aber gegenüber dem von Hand in den Filter gegossenen Kaffee den Nachteil, dass das Wasser nur langsam durch das Pulver tröpfelt und dadurch zu viele Bitterstoffe herausgelöst werden. Außerdem ist bei vielen Maschinen die Wassertemperatur zu niedrig, was den Kaffee sauer werden lässt.
Auf keinen Fall sollte der Kaffee auf der Wärmeplatte der Maschine stehen bleiben. Schon nach 10 -15 Minuten beginnt der Kaffee zunehmend bitter zu werden!

Bei der Bodum-Kanne und beim Aufguß ohne Filter (d.h., wenn das Kaffeepulver direkt in die Kanne gegeben wird) kann wegen des groben Pulvers die Ziehdauer je nach Geschmack, den Sie persönlich bevorzugen, zwischen 3 und 10 Minuten betragen. Um bei der Bodum-Kanne nach Herunterdrücken des Stempels eine weitere, ungewollte Extraktion zu vermeiden, empfehlen wir, den Kaffee in eine Thermoskanne umzufüllen.
Der Kaffeegeschmack unterscheidet sich bei diesen beiden Zubereitungsarten deutlich von Filterkaffee, da u.a. die Kaffeeöle nicht in einem (Papier-!)Filter hängen bleiben, sondern im Getränk enthalten sind.
Beim Aufguss ohne Filter empfehlen wir, zunächst nur einen Teil des Wassers in die Kanne einzufüllen und das Pulver mit einem Löffel vorsichtig einzurühren. Sobald nur noch goldgelber Schaum auf der Oberfläche zu sehen ist, gießen Sie das restliche Wasser auf. Nach der gewünschten Ziehzeit füllen Sie den Kaffee durch ein Sieb in eine (Thermos-) Kanne oder in die Servierkanne um.

Bei Vollautomaten haben Sie in der Regel keinen Einfluss auf die Kontaktzeit. Es ist aber, sofern Ihr Automat dies erlaubt, zu empfehlen, die Vorbrühungeinzustellen. Dieser möglicht ein Aufquellen des Kaffeepulvers und demzufolge eine höhere Extraktion.

Die Wassertemperatur

Zwischen 80° und 95°C gibt es zwar keinen messbaren Unterschied im Extraktionswert, aber eine deutlich feststellbare geschmackliche Veränderung.
Die ideale Wassertemperatur liegt bei 92°-96°C. Liegt sie darunter, tendiert der Kaffee dazu, sauer zu werden. Liegt sie darüber, verflüchtigen sich die Aromastoffe zu schnell und er neigt gleichzeitig dazu, bitter bzw. verbrannt zu schmecken.
Wir empfehlen deshalb: Lassen Sie das Wasser nach dem Kochen etwa 30 -60 Sekunden stehen, damit es die für die Kaffeezubereitung ideale Temperatur erreicht. (Bedenken Sie: Je höher Ihr Wohnort liegt, desto niedriger ist der Siedepunkt! Je 100 Höhenmeter sinkt der Siedepunkt um 0,5°C; Wasser kocht deshalb z.B. auf 600 m über Meereshöhe bereits bei 97°C: Es muss also nur wenige Sekunden stehen, um die Idealtemperatur für das Aufbrühen zu erreichen.) Probieren Sie am besten verschiedene Standzeiten aus. Ideal wäre natürlich gleichzeitig die Temperaturmessung, z.B. mit einem digitalen Thermometer (sofern im Haushalt vorhanden). Bei Vollautomaten sollte die Austrittstemperatur an der Maschine 84° -86°C betragen.

Wasser (zu weich, zu hart)

Zu weiches Wassermit einem Karbonathärteanteil unter 5°dKH kann den Kaffeege-schmack negativ beeinflussen. Es kann zu einer Veränderung des Quellverhaltens des Kaffeepulvers kommen und die Pulverpartikel so stark aufquellen, das das Wasser nur langsam durch die gesamte Pulvermenge dringen kann. Die folglich geringe Fließge-schwindigkeit des Wassers hat eine Überextraktion mit einer hohen Säure-und Bitter-intensität zur Folge.
Zu hartes Wasserkann hingegen die feinen Säuren des Kaffees neutralisieren und ergibt einen flachen Geschmack.

Das Mengenverhältnis Kaffeepulver -Wasser

Je mehr Kaffeepulver pro Wassereinheit (z.B. pro Tasse) verwendet wird, desto geringer ist die Extraktion! Dies rührt daher, dass die Wassermenge nicht ausreicht, um genügend Substanzen aus dem Pulver auszuschwemmen. Um einen „starken“Kaffee zu machen nutzt es also gar nichts, deutlich mehr als die für die jeweilige Zubereitungsart empfohlene Pulvermenge zu verwenden!
(Dies ist übrigens einer der Gründe, warum Espresso, für den ja bei gleicher Pulvermenge wie bei Kaffee deutlich weniger Wasser verwendet wird, weniger Koffein enthält als Kaffee!) Bei zu wenig Pulver werden wegen des Ungleichgewichts zwischen Wasser und Pulvermenge zu viele Substanzen, vor allem Bitterstoffe ausgeschwemmt. Der Kaffee ist deshalb wegen der insgesamt zu geringen Pulvermenge einerseits dünn und unaromatisch, andererseits schmeckt er mehr oder weniger bitter.
Wie viel Kaffeepulver Sie verwenden, sei es beim Aufguss, in der Filtermaschine oder beim schmeckt er mehr oder weniger bitter.
Wie viel Kaffeepulver Sie verwenden, sei es beim Aufguss, in der Filtermaschine oder beim Vollautomaten, hängt natürlich von Ihrer ganz persönlichen geschmacklichen Vorliebe ab. Eine Menge von 7 -7,5 g/150 ml-Tasse bzw. 9 -10 g/ 180 ml-Tasse hat sich aber zwischenzeitlich als bevorzugte Menge etabliert.

Die Aufbewahrung des Röstkaffees

Nach dem Öffnen einer Kaffeepackung sollten die Bohnen bzw. das Pulver möglichst kühl, dunkel und verschlossen gelagert werden (z.B. im Kühlschrank). Dies verzögert den Aromaverlust, der sofort nach dem Öffnen durch den Kontakt mit dem Sauerstoff und Feuchtigkeit einsetzt.
Unter idealen Voraussetzungen lassen sich Bohnen durchaus 6-8 Wochen ohne allzu deutliche Geschmacksverluste lagern. Durch die größere Oberfläche, die gemahlener Kaffee hingegen dem Sauerstoff bietet, vollzieht sich hier der Geschmacksverlust deutlich schneller.
Der Kaffee sollte, gemahlen oder ungemahlen, am besten in der vom Röster verwendeten Verpackung bleiben. Das Einfüllen in Blechdosen ist für längere Aufbewahrungszeiten ungünstig, da sich auf dem Metall Öle absetzen können, die mit der Zeit ranzig werden.

.

Aufbewahrung & Zubereitung

Die richtige Aufbewahrung

Tipp 1: Sachgerechte Aufbewahrung
Sie sollten auf eine sachgrechte Aufbewahrung des Kaffees achten. Die größten Feinde des Kaffeearomas sind Wärme, Sauerstoff und Licht. Es ist daher wichtig, die Kaffeedose immer gut zu verschließen! Ideale Kaffeedosen sind saubere, lebensmittelechte Behälter aus Glas, Porzellan oder Metall, die sich luft-und feuchtigkeitsdicht verschließen lassen.

Tipp 2: Kühle, trockene und geruchsfreie Aufbewahrung
Eine kühle, trockene und geruchsfreie Aufbewahrung von Kaffee ist sehr wichtig. Optimal geeignet sind Kühl-oder Gefrierschränke. Bitte achten Sie darauf, dass Sie Röstkaffee in offenen Packungen nicht mit Speisen lagern, die einen starken Eigengeruch haben, da der Kaffee sonst den Geruch dieser Speisen annehmen würde.

Tipp 3: Der richtige Aufbewahrungsort
Kaffee nicht auf Regalen über der Dunstabzugshaube, auf dem Kühlschrank oder anderen wärmeabgebenden Geräten aufbewahren.

Tipp 4: Haltbarkeit
In Sachen Haltbarkeit orientieren Sie Sich bei geschlossenen Packungen am besten am Mindesthaltbarkeitsdatum. Generell gilt aber auch für Kaffee: Je frischer desto besser. Je wärmer der Aufbewahrungsort ist, desto schneller verflüchtigt sich das Aroma. Gemahlener Kaffee in geöffneter Packung bleibt bei Zimmertemperatur etwa sieben Tage lang frisch. Im Kühlschrank behält er doppelt so lange, im Gefrierschrank sogar drei-bis viermal so lange sein Aroma. Noch länger wird das Aroma geschützt, wenn man den Kaffee in Form ganzer Bohnen aufbewahrt. Die Bohne umschließt und schützt die empfindlichen Kaffeearomen wie ein natürlicher Aromatresor.

Die richtige Zubereitung

Tipp 1: Qualität des Wassers
Wasser ist nicht gleich Wasser. Kaffee besteht zu 98 Prozent aus Wasser. Kein Wunder, dass die Wasserqualität für das Aroma des Kaffees wichtig ist. Generell gilt: Das Wasser für Ihren Kaffee sollte weder zu hart noch zu weich sein. Denn sehr hartes, kalkhaltiges Wasser kann die Säuren des Kaffees neutralisieren und dadurch seinen Geschmack abflachen. Zu weiches Wasser hingegen sorgt für einen bitteren Kaffeegeschmack. Der ideale Härtegrad liegt zwischen acht und zwölf. Tipp: Ist das Wasser zu hart, einfach eine Messerspitze Natron oder Kakao zum Kaffeepulver geben. Alternativ können Sie das Wasser vor dem Brühen einige Minuten schwach kochen lassen, einen Wasserfilter einzusetzen oder stilles Wasser aus der Flasche verwenden. Bei zu weichem Wasser kann eine Prise Salz helfen.

Tipp: 2 Der ideale Mahlgrad
Manche Bohnen mögen’s fein. Für den perfekten Kaffee-Genuss müssen die gerösteten Bohnen zunächst richtig gemahlen sein. Der ideale Mahlgrad hängt von der jeweiligen Komposition und seiner Zubereitung ab. Einfache Grundregel: Je feiner der Kaffee gemahlen ist, umso würziger der Geschmack. Für Espresso empfiehlt sich eine feine, für Filterkaffee eine grobe Mahlung.

Tipp 3: Der feinste Milchschaum
Krönender Abschluss. Locker-flockig thront er auf dem Kaffee –der perfekte Milchschaum. Tipp: Fettarme Milch schenkt den feinporigsten Schaum. Dafür kalte Milch bis höchstens 60 Grad erhitzen und aufschäumen. In eine Tasse füllen, Kaffee dazugießen und mit etwas Kakao oder Zimt bestreuen. Ein unvergleichlicher Genuss!

.

Zubereitung und Konsum von Kaffee

Die Zubereitungsart des Kaffees ändert sich je nach Kultur, nationalen Gepflogenheiten oder persönlichem Geschmack. Grundsätzlich können fünf Zubereitungsarten unterschieden werden:

Beim in Deutschland und den USA weit verbreiteten Filterkaffee wird siedendes Wasser durch das in einer Filtertüte befindliche Kaffeepulver gefiltert. Dieses Verfahren wurde 1908 von Melitta Bentz erfunden.
Eine Unterart des ‘Filterkaffees’ ist die Schwallmethode. Anders als bei einer üblichen Maschinenzubereitung wird das kochende Wasser hier nicht tröpfchenweise in den Filter gegeben, sondern mittels eines Wasserkessels der Filter mit einem Wasserschwall ein- oder auch mehrfach vollgeschüttet. Wissenschaftlich nachweisbar führt dies zu einer geringeren Ausprägung der Bitterstoffe im Geschmack des Kaffees, da Kaffeemehl und Wasser besser miteinander in Kontakt
kommen. Früher bis zum Aufkommen der Maschinen eine übliche Zubereitung, doch seit Aufkommen der Maschinen aus Bequemlichkeit durch diese zurückgedrängt.

Unter anderem in Italien wird Espresso getrunken, bei dem Wasser unter hohem Druck (9–15 bar) durch den feingemahlenen Kaffee geleitet wird (Extraktion) und dabei einen Schaum aus Kaffeeölen
bildet, die Crema.

Bei der Zubereitung des Türkischem Kaffees (Türkei, Balkanländer, in Griechenland oder in griechischen Lokalen Griechischer Kaffee) wird der sehr fein gemahlene Kaffee mit reichlich Zucker und Wasser in einem speziell dafür konzipierten, leicht konischen Kupferkesselchen aufgekocht, dem sog. Ibrik oder Cezve .
Eine in Frankreich sehr beliebte Methode des Kaffeekochens wird mittels der French Press oder Pressstempelkanne bewerkstelligt. Ähnlich wie beim türkischen Kaffee wird dabei das Kaffeepulver direkt in das heiße Wasser gegeben, und nach einer Weile mittels eines Metallsiebes abgetrennt.

Löslicher Kaffee ist ein Getränkepulver, das in heißem Wasser aufgelöst wird und ohne weitere Zubereitungsschritte getrunken werden kann. Löslicher Kaffee wird hergestellt, indem Kaffee nach einer der obigen Methoden zubereitet und dem zubereiteten Kaffee dann das Wasser wieder entzogen wird.

Auf Basis dieser fünf Grundzubereitungen gibt es heute hunderte von Verfahren, die Kaffee verwenden. Für viele Arten der Zubereitung gibt es spezielle Kaffeemaschinen.
Kaffee wird meistens nicht wie andere Getränke als normaler Durstlöscher eingenommen. Kaffeetrinker erhoffen oft eine anregende Wirkung. Nach einer Studie des an der University of Scranton tätigen US-amerikanischen Chemikers Joe Vinson von August 2005 dient Kaffee, neben dem traditionellen Verzehr von frischem Obst und Gemüse, als eine wichtige Quelle an Antioxidantien. Das sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die indirekt das Krebsrisiko verringern.
Die Zubereitungen lassen sich in zwei Gruppen ordnen, süß und salzig. Heute herrschen bei weitem
die süßen Varianten vor, zu denen auch die Kombinationen mit Alkoholika, Kakao und Milchprodukten gehören. Salzige Kaffeegetränke werden heute nur selten zubereitet.

.

Die Zubereitung des Kaffees

Ob im Hause oder beispielsweise in einem Café serviert, immer hängt die Qualität des Kaffeegetränks von drei grundlegenden Dingen ab: der Rohkaffeemischung, dem Röstprodukt und der Art der Zubereitung.

Zubereitung

Aroma und Wohlgeschmack des Kaffees werden von vielen Faktoren beeinflusst:

  • dem Aufgussverfahren und den Kaffeemaschinen,
  • der Qualität des Röstkaffees,
  • dem Mahlgrad,
  • der Dosierung,
  • der Qualität des Wassers,
  • der Brühtemperatur und -zeit,
  • der Standzeit (Aufbewahrung),
  • der Lagerung.

Kaffee lässt sich auf vielerlei Weise zubereiten. Jeder hat dafür seine ganz spezielle Methode. Die gebräuchlichsten Aufgussverfahren sind auf diesen Zeichnungen dargestellt.

Zubereitungsarten

Mischung

Vor dem Rösten – manchmal auch erst danach – werden die verschiedenen Provenienzen den Rezepturen der einzelnen Anbieter entsprechend miteinander vermischt. Um trotz nicht auszuschließender Schwankungen des Agrarproduktes gleichbleibend hohe Qualität und markentypischen Geschmack zu garantieren, können in einer Sorte Röstkaffee bis zu acht oder mehr verschiedene Provenienzen unterschiedlicher Herkunft Verwendung finden. Sortenauswahl und Mischung haben auch Einfluss auf Röstdauer und -temperatur.

Röstung

Erst beim Rösten entstehen das typische Aroma und der Röstkaffee-Geschmack. Temperatur und Dauer der Röstung müssen genau aufeinander abgestimmt werden. Sie richten sich nach den verwendeten Rohkaffees und den Geschmacksvorstellungen, die das Röstprodukt treffen soll.

Zubereitung Röstung

Bis hinein in das 20. Jahrhundert wurde Kaffee noch vorwiegend in den Haushalten geröstet. Diese nostalgischen Kaffeeröster aus dem 19. Jahrhundert sind die Vorläufer der modernen Großröstanlagen. Bereits damals wurden die Kaffeebohnen in Pfannen-, Trommel- und Kugelröstern “gebrannt”.

Beim Röstvorgang werden Temperatur und Dauer ständig präzise aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Die Kaffeebohnen werden überwiegend in 400 bis 600°C heißer Luft geröstet. Dabei erreichen sie selber eine Temperatur zwischen 200 und 260°C, verlieren den größten Teil ihrer Feuchtigkeit, ändern ihre Farbe und dehnen sich aus.

Das Röstkaffee-Aroma, einer der wesentlichen Gründe für die Beliebtheit des Getränks bei den Konsumenten, setzt sich aus vielen hundert Inhaltsstoffen zusammen. Hauptsächlich sind es leicht flüchtige ätherische Öle. Das sich in den Zellen der Bohne bildende typische Kaffee-Aroma kann man erst nach dem Rösten und Mahlen wahrnehmen. Da die menschliche Zunge weniger sensibel differenziert als die Nase, kommt dem Aroma besonders große Bedeutung zu, wenn man Kaffee aufgrund der Kombination von Duft und Geschmack beurteilt.

Mahlgrad

Für die Zubereitung eines guten aromatischen Kaffees ist es wichtig, darauf zu achten, dass Kaffee in der richtigen zur Kaffeemaschine passenden Mahlung verwendet wird. Bei zu feiner Mahlung wird der Kaffee zu streng im Geschmack, während bei zu grober Mahlung ein zu dünner, leer schmeckender Kaffee produziert wird. Ein Mahlgrad, der zu grob im Verhältnis zur notwendigen Kontaktzeit ist, gewährleistet nicht, dass alle Geschmacks- und Aromastoffe ausgenutzt werden können. Ein Teil des Wassers läuft zu schnell durch den Filter. Umgekehrt kann Kaffee mit zu feinem Mahlgrad dazu führen, dass der Kaffee eine zu lange Kontaktzeit hat und damit einen bitteren Geschmack erhält. Ein weiteres Risiko ist bei zu fein gemahlenem Kaffee, dass der Filter verstopft und das Wasser evtl. sogar über den Filterrand, ohne mit dem Kaffee in Kontakt gekommen zu sein, in den Auffangbehälter fließt.

Dosierung

Zubereitung Dosierung

Es kommt jedoch immer auf die richtige Dosierung an: Die Dosierung ist entscheidend für die Stärke des Kaffees und damit für Geschmack und Bekömmlichkeit. Richtige Dosierung bedeutet auch wirtschaftliche Verwendung des Mahlgutes. Für eine Tasse Kaffee rechnet man 6 – 8 g Mahlgut oder 2 g löslichen Kaffee.

Qualität des Wassers

Ca. 98% des fertigen Kaffees sind Wasser. Die im Wasser enthaltenen Salze und Mineralstoffe sind wichtige Geschmacksträger für das Aroma des fertigen Kaffees. Es ist daher selbstverständlich, dass die Wasserqualität von großer Bedeutung für den Kaffeegeschmack ist. Gutes Kaffeewasser soll mineralreich und sauerstoffhaltig sein. Es ist auch notwendig, dass dieses Wasser so schnell wie möglich erwärmt wird, damit während der Aufheizzeit so wenig Sauerstoff wie möglich verloren geht. Hartes, kalkhaltiges Wasser oder sehr viel Chlor im Trinkwasser bergen die Gefahr, dass Aromastoffe des Kaffees nicht gelöst werden.

Brühtemperatur und -zeit

Die Temperatur des Wassers, das mit dem gemahlenen Kaffee in Berührung kommt, sollte stets zwischen 90° – 96°C liegen. Der Siedepunkt darf nicht überschritten werden. Zur Beachtung: Je nach Höhe des Ortes über dem Meeresspiegel, an dem die Kaffeemaschine steht, reduziert sich der Siedepunkt um 0,5°C pro 100 m Meereshöhe, d.h., in 600 m Höhe ist der Siedepunkt bereits bei 97°C erreicht.

Standzeit (Aufbewahrung)

Wenn die richtige Kaffeemaschine ausgewählt worden ist, sollte der Kaffee nur für den unmittelbaren Bedarf aufgebrüht und keinesfalls über 30 Minuten aufbewahrt werden, weil der Kaffee sonst „umkippt” und einen unangenehmen Geschmack annimmt. Wichtig ist, dass die Warmhaltungstemperatur im Vorratsbehälter thermostatgeregelt 85°C nicht überschreitet. Auf keinen Fall darf der Fehler gemacht werden, dass in bereits zubereiteten, länger stehenden Kaffee neuer einläuft. Dieses kann den Geschmack der gesamten Portion stark beeinträchtigen.

Lagerung

Zu beachten ist auch die korrekte Lagerung des Röstkaffees. Er sollte trocken und vor allem kühl gelagert werden. Bei Verwendung einer Vorratsdose ist darauf zu achten, dass der Kaffee, vor allem der gemahlene, nicht lose eingefüllt, sondern mit der Packung in der Dose aufbewahrt wird. Einerseits führt das Umfüllen zu einem unnötigen Aromaverlust, andererseits beinhaltet Kaffeemehl auch Wachse und Fette sowie ätherische Öle, die sich in den Randungen der Dose absetzen, im Laufe der Zeit ranzig werden und den Geschmack des Kaffees negativ beeinflussen.

Kaffee, vor allem in gemahlener Form, nimmt sehr schnell fremden Geruch an. Es muss also bei der Lagerung auch darauf geachtet werden, dass er nicht in der Nähe geruchsintensiven Materials lagert. Beim Kaffeehersteller wird der Kaffee aromasicher verpackt, d.h., aus den Packungen wird jeweils der Sauerstoff entweder durch Vakuieren oder durch Austausch des Luftsauerstoffs mit einem Schutzgas (Stickstoff) entzogen, denn die größten Feinde sind Sauerstoff und Feuchtigkeit. In dieser Weise verpackter Röstkaffee kann über Monate bedenkenlos gelagert werden, das Kaffee-Aroma ist optimal geschützt.

Für löslichen Bohnenkaffee gelten diese Kriterien selbstverständlich nicht. Bis zum aufgedruckten Verfalldatum ist löslicher Bohnenkaffee im Glas ungeöffnet völlig problemlos zu lagern; Nach Öffnen des Glases hat der Verbrauch in angemessener Zeit (Angabe auf der Etikette) zu erfolgen.

.

Zubereitung alle Länder

Deutschland

Eiskaffee gekühlter Kaffee mit Vanilleeis
Irish Coffee starker Kaffee mit Whisky, Schlagsahne und Zucker
Milchkaffee Filterkaffee, halb Milch, halb Kaffee
Mokka oder Türkischer Kaffee ein starker, süßer, schwarzer Kaffee, im Kännchen mit Kaffeesatz serviert – bietet die Gelegenheit zum anschließenden Kaffeesatzlesen. Der türkische Kaffee wird auch in Österreich gerne zubereitet.
Pharisäer schwarzer Kaffee mit Rum und einer Haube Schlagsahne überdeckt (um den Rum zu tarnen), zudem mit Schokoraspeln auf der Sahne.
Rüdesheimer Kaffee Kaffee mit Weinbrand flambiert, mit Schlagsahne, Vanillezucker und Schokoladestreusel, Schwaten oder Schwatten – schwacher Kaffee mit Zucker und 2 cl Korn pro Tasse (Norddeutsche Spezialität)

Österreich (und Gebiet der ehemaligen Monarchie)

Almkaffee / Gebirgskaffee Kaffee mit Eidotter, Obstschnaps und Obers
Biedermeier mit Marillenlikör und Schlagobers
Großer Brauner doppelter Espresso mit Milch in großer Tasse
Kleiner Brauner einfacher Espresso mit Milch oder Obers in kleiner Tasse. Das Obers (Schlagsahne) bzw. die Milch, um aus dem kleinen Schwarzen einen kleinen Braunen zu machen, sollte traditionell in einem winzigen Porzellankännchen, das an einen etwas größeren Fingerhut erinnert, extra am Tablett serviert werden, damit der Gast selbst das Mischungsverhältnis bestimmen kann. Ein großer Brauner ist die doppelte Menge.
Doppelmokka doppelt starker Kaffee in großer Mokkaschale
Einspänner großer Mokka im Henkelglas mit Schlagobershaube (Schlagsahne) – die Sahnehaube hielt den Kaffee bei Wartezeiten länger warm, mit dieser verrührt, war er aber auch schnell abgekühlt und trinkbereit, wenn eine Fuhre für die Lohnkutscher anstand
Eiskaffee englischer Art ein Drittel Kaffee, ein Drittel Eis, ein Drittel Obers
Eiskaffee Wiener Art festes Kaffeeeis aus Eidottern, Sahne und Kaffee mit Schlagobers
Fiaker Ein großer Schwarzer im Glas mit viel Zucker und einem Stamperl Slibowitz oder Rum (Wien)
Franziskaner lichte Melange mit Schlagobers und Schokostreuseln
Gespritzter Schwarzer Kaffee mit Rum oder Weinbrand
Granita di Caffé fein gekörntes Eis mit starkem schwarzen gezuckertem Kaffee übergossen
Häferlkaffee Kaffee im Häferl (und nicht in einer Tasse), Filterkaffee
Intermezzo Kleiner Mokka, mit heißer Schokolade und Creme de Cacao verrührt und Schlagobershaube mit Praline (evtl. Mokkabohnen)
Kaffee Kirsch Kaffee mit Kirschwasser
Kaffee Obermeier schwarzer Kaffee, auf den über einen Löffelrücken eine Schicht stark gekühlter Obers aufgesetzt wird (Wien)
Kaffee Verkehrt Kaffee mit 2/3 Milch und 1/3 Kaffee (Wien)
Kaisermelange Mokka mit Eidotter, auch mit Honig und Cognac (Wien)
Kapuziner schwarzer Kaffee mit einem Schuss Milch (Wien)
Katerkaffee starker schwarzer Kaffee, der mit Zuckerstücken gesüßt wird, die man vorher an einer Zitronenschale abgerieben hat.
Konsul schwarzer Kaffee mit etwas Schlagobers (Wien)
Kosakenkaffee Kleiner Mokka im Einspännerglas, vermischt mit Rotwein, Wodka und flüssigem Zucker
Maria Theresia Mocca mit einem Schuss Orangenlikör
Marghiloman Mokka mit Cognac
Mokka gespritzt Mokka mit Cognac und Rum
Melange halb Kaffee, halb Milch
Othello Heiße Schokolade mit Espresso
Piccolo kleiner Schwarzer mit Schlag

Schweiz

Café crème Kaffee aus Espressomaschine serviert mit Crème (franz. für Kaffeerahm/-sahne)
Schale Milchkaffee
Café mélange Kaffee mit Schlagsahne, häufig wird die Schlagsahne separat in einem Schälchen
serviert
Luzerner Kaffee, Kaffee Lu(t)z teefarbener, dünner Kaffee mit reichlich Zucker
Kaffee Träsch teefarbener, dünner Kaffee mit reichlich Zucker im Kaffeeglas serviert
Kaffee fertig Kaffee mit viel Schnaps (meistens mit Kirsch)- ebenfalls im Glas

Frankreich

Café au lait Variante eines stärkeren Cappuccino mit wenig Milchschaum, im deutschen Sprachgebrauch
Café Brulot Weinbrand oder Cognac mit Zucker flambiert und mit Kaffee aufgegossen
Café Crème Kaffee mit Sahne oder Milch, die durch Dampf aufgeschäumt wird
Café Filtre Kaffee, der mit einem aufgesetzten Filter direkt in die Tasse filtriert wird. Weniger
konzentriert als der Espresso
Café natur Kaffee ohne Milch
Café Royal wie Café Brulot
Canard Kaffee mit Marc (Traubenschnaps): Ein Zuckerwürfel wird mit Marc beträufelt und in den Mund gesteckt, der Kaffee mit Schnaps und Sahne vermischt und über den Zuckerwürfel getrunken.

Italien

Der Caffè in Italien würde im deutschen als Espresso bezeichnet werden (ähnlich wie in Spanien). Den deutschen Filterkaffee findet man in Italien eher selten an.

Caffè Latte italienische Variante des Milchkaffee, je zur Hälfte heiße Milch und Espresso
Caffè shakerato Espresso mit Eiswürfel im Cocktailmixer zerkleinert und aufgeschäumt, evtl. mit Amaretto, Vanille-Aroma oder Grappa
Cappuccino je ein Drittel Espresso, heiße Milch und Milchschaum, oft mit Kakaopulver und/oder Zimt bestreut
Cappuccino con panna Cappuccino mit Schlagsahne statt aufgeschäumter Milch
Chocolaccino Cappuccino mit geriebener Schokolade bestreut
Corretto Espresso mit Weinbrand, z.B. Corretto con Grappa, Corretto con Fernet …
Doppio doppelter Espresso
Espresso sehr starker Kaffee ohne Milch und Zucker, bei dem das Wasser unter hohem Druck (9 bar) durch das sehr fein gemahlene Kaffeemehl gepresst wird, eine Tasse hat etwa 25 ml
Espresso Macchiato Espresso mit ein wenig Milchschaum
Latte Macchiato „gefleckte Milch“ – aufgeschäumte warme Milch mit einem vorsichtig zugegebenen Espresso
Espresso Lungo wird (in Italien) eigentlich nur zum Frühstück oder vormittags getrunken. Ein Espresso, bei dem die doppelte Wassermenge verwendet wurde
Caffè all’americana ein Tasse Kaffee
Mischio Mischung aus Kaffee und Kakao mit Schlagsahne
Ristretto Espresso mit sehr wenig Wasser (15–20 ml statt der üblichen 25 ml)

Spanien

Ein Café wird in Spanien gewöhnlich mit einer Espressomaschine aus einer dunklen Röstung zubereitet und würde damit im deutschen Sprachraum als Espresso bzw. Brauner bezeichnet.

Café solo schwarz
Cortado mit einem Schuss Milch oder Milchschaum, meistens in Tassen, manchmal auch im Glas oder mit gesüßter Kondensmilch (siehe auch: Cortado)
Café con leche Milchkaffee, meistens zur Hälfte café, zur Hälfte Milch (oft aufgeschäumt)
Café americano Filterkaffee, manchmal auch ein mit Wasser verlängerter Café solo
Café con hielo Zum Café wird ein Trinkglas mit Eiswürfeln serviert, über die nach dem Zuckern der Kaffee gegeben wird.
Carajillo mit einem Schuss Likör, Brandy (Cognac) oder Rum. Zubereitung: Zucker wird im Glas mit dem Alkohol verrührt, angezündet und mit starkem Kaffee (Espresso) aufgegossen. Als Dekoration werden Kaffeebohnen und ein Stück Zitronenschale ins Glas gegeben
Bombón Aus der Region Castellón de la Plana – Kondensmilch (leche condensada) wird mit Espresso aufgegossen und in einem kleinen Glas serviert, sodass die zwei Schichten erkennbar sind. Vor dem Trinken wird umgerührt.
Barraquito Spezialität auf der Insel Teneriffa, wird in einem Glas serviert und besteht aus 3 Schichten:
1. Kondensmilch (leche condensada),
2. Espresso mit einem Schuss Likör (Licor 43 oder Tía María) und einem Stück Zitronenschale und
3. aufgeschäumter Milch, die noch mit etwas Zimt bestreut wird.

Portugal

Bica starker, schwarzer Kaffee, aus kleinen Tassen getrunken
Pingo (Bica Pingada) Bica mit ein wenig Milch
Galão portugiesischer Milchkaffee, aus einem Glas getrunken

Türkei (und Balkanländer)

Türk Kahvesi türkischer Kaffee Türkischer Kaffee – ungefiltert; mit Kaffeepulver als Bodensatz, meistens zwei Mal aufgekocht, beim ersten Aufkochen wird der Schaum auf die Tassen verteilt.

Griechenland

Griechischer Kaffee zwei bzw. dreifach – auf Wunsch mit Zucker – aufgekochter, starker Kaffee, ähnlich türkischem Mokka
Café frappé mit Eiswürfeln servierter, kalt aufgeschäumter Instantkaffee.

USA

Iced coffee Auf ein Glas mit Eisstücken wird heißer, starker und gesüßter Kaffee gegeben

Südamerika

Café Americano Espresso, der mit heißem Wasser oder Spirituosen verlängert wurde
Café de olla Kaffee, der mit Gewürzen wie Zimt zubereitet und dann kalt getrunken wird

Teilweise gibt es unterschiedliche Auffassungen von Land zu Land, welche Benennung auf welche
Zubereitungsart zutrifft.



Werbung


Zu Mallux

Newsletter






eintragen
austragen